Die Eröffnung des neuen Kunstmuseums Tübingen am 8. März 2025 stellte einen glänzenden Auftakt für die Kunstszene der Stadt dar. Der berühmte Musiker und Künstler Udo Lindenberg präsentierte an diesem Abend rund 200 seiner Werke, die sowohl seine charakteristischen „Likörelle“ als auch klassische „Panik-Kunstwerke“ umfassen. Mit etwa 700 Gästen, unter ihnen prominente Gesichter wie Thomas Gottschalk, Philipp Danne, Rainer Langhans, Fritz Egner und Manuel Hagel, wurde die Veranstaltung zu einem sozialen Höhepunkt des kulturellen Lebens in Tübingen.
Zu den Ehrengästen zählte auch Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer, der sich in seiner Ansprache für die Förderung der Kunst und Kultur in der Region einsetzte. Lindenbergs Werke, darunter die einzigartigen „Likörelle“, in denen Zutaten wie Eierlikör und Blue Curaçao Verwendung finden, wurden begeistert aufgenommen und zogen viele Kunstliebhaber an.
Kreative Vielfalt und Themenvielfalt
Die Ausstellung trägt den Titel „Panik in Tübingen“ und ist auf einer Fläche von 1200 Quadratmetern im neuen Museum zu sehen. Über die Jahre hat Udo Lindenberg seine Maltechniken diversifiziert. So verwendet er neben liquiden Zutaten für seine „Likörelle“ auch verdünnte Acrylfarben, die in seinen „Acryrelle“ zum Einsatz kommen. Die geladenen Gäste konnten Werke bewundern, die von den frühen „Kosmos“-Motiven bis zu aktuellen Bildern reichen, die einen Einblick in das vielfältige Schaffen des Künstlers geben.
Ein zentrales Element der Ausstellung ist das Thema „Peace“, welches sich durch Lindenbergs Arbeiten zieht. Seine Kunst wird als eine Kombination aus Spaß, Humor, Kreativität und gesellschaftlichem Engagement beschrieben. Er hat seit 1995 in Panikcolor gemalt und sich dadurch einen einzigartigen Pinselstrich erarbeitet, der ihn von anderen Künstlern abhebt.
Finanzierung und Zukunftsausstellungen
Die Realisierung des Museumsprojekts wurde durch eine Finanzierung von 8,9 Millionen Euro durch den Kurator und Museumsgründer Bernhard Feil ermöglicht. Lindenberg stimmte der Ausstellung bereits in der Planungsphase zu und unterstrich damit sein Engagement für die Kunstszene. Die Ausstellung wird bis zum 15. Juni 2025 zu sehen sein.
Nach Udo Lindenberg wird der Karikaturist Peter Gaymann die Ausstellungsräume übernehmen. Weitere geplante Ausstellungen umfassen Werke von Anne Geddes und James Rizzi, die die Vielfalt des Kunstangebots im neuen Museum weiter bereichern werden. Diese Entwicklungen stehen im Zeichen einer lebendigen Kunstszene, die die Stadt Tübingen nicht nur kulturell, sondern auch gesellschaftlich prägen wird.