Die Fällung von rund 50 Bäumen entlang der Roggensteiner Straße zwischen Emmering und Eichenau hat in der Region für Aufsehen gesorgt. Wie merkur.de berichtet, wurde diese Maßnahme vom Landratsamt als notwendig erachtet, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Tiefbau-Referent Johann Wörle (CSU) stellte klar, dass nicht etwa ein 150 Jahre alter Baum, sondern eine alte Pappel mit brüchigen Ästen gefällt wurde.
Bei den gefällteten Bäumen handelte es sich überwiegend um Eschen, die dem Eschentriebsterben zum Opfer gefallen sind. Diese Erkrankung wird durch den Pilz Hymenoscyphus pseudoalbidus verursacht und führt in vielen Fällen innerhalb weniger Jahre zum Absterben der Bäume. Tatsächlich wurden laut dem Landratsamt insgesamt 51 Bäume gefällt, deren maximaler Stammumfang 3,90 Meter betrug. Betroffene Bürger sowie Naturschützer äußerten ihre Kritik an diesen massiven Fällungen. Eugenie Scherb von der Bund Naturschutz forderte Nachpflanzungen und nannte die Fällaktionen „massiv“.
Durchgeführte Arbeiten und Sperrungen
Die Fällungen, die in der letzten Februarwoche stattfanden, resultierten aus den regelmäßigen Sicherheitsprüfungen der Bäume entlang der Kreisstraße FFB 17. Diese Straße war vom 24. bis 28. Februar 2025 ganztägig voll gesperrt, auch der Geh- und Radweg wurde in dieser Zeit von 7 bis 17 Uhr gesperrt. Die Fällaktionen wurden größtenteils vom Kreisbauhof in Eigenleistung durchgeführt, unterstützt durch Fachfirmen.
Vor den Baumfällungen erfolgte stets eine Untersuchung hinsichtlich des Artenschutzes. Die Eschen, die gefällt wurden, zeigten gefährliche Welkeerscheinungen. Ältere Bäume versuchen, durch Ersatztriebe den Verlust auszugleichen, was jedoch oft ihre Stabilität gefährdet. „Regelmäßige Kontrollen und Fällungen sind notwendig“, erklärte Jann Oetting, Forstbetriebsleiter, der die Situation im gesamten Forstbetrieb überwacht.
Auswirkungen des Eschentriebsterbens
Das Eschentriebsterben hat seit 2008 das Waldbild in Bayern erheblich beeinflusst. Es führt nicht nur zu einer Bedrohung der Verkehrssicherheit, sondern stellt auch eine Herausforderung für die Waldbewirtschaftung dar. Jungbäume sind besonders anfällig und sterben schnell ab, während ältere Bäume oft chronische Schäden aufweisen. In Eichenau und Emmering sind solche Maßnahmen nach wie vor notwendig, um die Sicherheit für Anwohner und Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.
Für die Zukunft plant das Landratsamt, im Herbst an geeigneten Standorten Ersatzpflanzungen für die gefällten Bäume vorzunehmen, um den Verlust auszugleichen. Diese Maßnahmen sollen zwar die Verkehrssicherheit gewährleisten, jedoch bleibt abzuwarten, wie sich die Baumbestände und das ökologische Gleichgewicht in der Region entwickeln werden.