Am 27. Februar 2025 begannen die Feierlichkeiten zum Straßenkarneval in Köln mit dem ersten Umzug, der traditionell den Beginn der närrischen Zeit markiert. Die Polizei zeigte Präsenz mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen und Beamten, um die Sicherheit der Feiernden zu gewährleisten. In diesem Jahr waren im Vergleich zu vorherigen Jahren weniger Menschen in der Altstadt und rund um die Zülpicher Straße anzutreffen, was für einige Anwohner und Festivalbesucher spürbar war. [wz.de] berichtet von den Herausforderungen und der versammelten Freude, die der Straßenkarneval mit sich bringt.
Auf dem Weg zur Hofburg des Dreigestirns am Heumarkt zogen fast 300 Teilnehmer aus verschiedenen Karnevalsgesellschaften, einschließlich der bekannten Plaggeköpp. Die Allgemeine, die seit 2009 die Bellejeck-Tradition pflegt, stellte mit dem neuen Bellejeck Dirk Gemünd einen besonderen Höhepunkt der Veranstaltung dar. Genüsslich scherzte Gemünd, der um 4 Uhr aufstand, über die bisher „wunderbare“ Session.
Sicherheitskonzepte und Präventionsmaßnahmen
In diesem Jahr hat die Stadt Köln umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um sowohl die Feiernden zu schützen als auch die Interessen der Anwohner zu wahren. Über 300 Mitarbeitende des Ordnungsamtes sowie etwa 1200 Mitarbeitende privater Sicherheitsunternehmen waren im Einsatz, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Diese Sicherheitskräfte führten Glas- und Einlasskontrollen durch und waren für die Sicherung von Straßensperren zuständig. Eine spezielle Überwachung des Glasverbots in der Altstadt und im Zülpicher Viertel sollte Verletzungsgefahren durch Glasscherben vermeiden. Die Mitarbeiter trugen nummerierte Westen zur eindeutigen Identifikation, und die Feuerwehr sowie Hilfsorganisationen rechneten mit einem erhöhten Einsatzaufkommen während des Straßenkarnevals [stadt-koeln.de].
Ralph Sterck, ein Mitglied der FDP-Fraktion, sowie Bürgermeister Ralf Heinen von der SPD betonten die Wichtigkeit des Karnevals als Quelle der Freude und der Ablenkung von Alltagssorgen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker sprach die Bedeutung an, dass die Kölner sich nicht einschüchtern lassen sollten, während Andreas Wolter, der grüne Bürgermeister, die Feierlaune der Menschen lobte, die durch den Karneval erweckt wird.
Ein Fest der Freude und Gemeinschaft
Unter den Besuchern befanden sich viele, die seit Jahren den Karneval in Köln feiern. Britt und Markus aus Würzburg haben ihren Besuch seit zwei Jahrzehnten geplant, während Helga, Petra, Silvia und Klaus aus Bergisch Gladbach seit ihrer Kindheit nach Köln kommen und sich dort sicher fühlen. Auch Anja und ihre Freundinnen aus dem hessischen Odenwald sind seit elf Jahren dabei und schätzen die einzigartige Atmosphäre des Festes.
Die Eröffnung des Straßenkarnevals fand um 11:11 Uhr mit einem jecken Countdown und Sonnenschein statt. Prinz René und Bauer Michael des Dreigestirns berichteten von einer fantastischen Session und der allgemein positiven Stimmung unter den feiernden Menschen, was den Karneval zu einem unvergesslichen Erlebnis macht [n-tv.de]. Ein weiterer Höhepunkt wird am Rosenmontag erwartet, wenn die größten Umzüge stattfinden, jedoch bleibt zu beachten, dass aufgrund von verstärkten Sicherheitsvorkehrungen und höheren Kosten einige Umzüge bereits abgesagt werden mussten. Dies ist eine Reaktion auf die erhöhten Sicherheitsbedenken nach verschiedenen Vorfällen in der Vergangenheit.
Der BDK-Präsident Klaus-Ludwig Fess warnte vor weiteren Absagen, da die gestiegenen Auflagen auch für die Veranstalter eine finanzielle Belastung darstellen [n-tv.de]. Dennoch bleibt das Ziel klar: den Menschen eine sichere Teilnahme an Großereignissen zu ermöglichen und gleichzeitig den Karnevalsgeist lebendig zu halten.