Madeleine und Lukas H. aus Schwebheim, Landkreis Schweinfurt, haben sich mit ihren Zwillingen Amy und Ben sowie ihrem Hund Otti auf eine abenteuerliche Weltreise begeben. Die Idee für dieses große Abenteuer entstand bei einem gemütlichen Abend mit einem Glas Wein. Ursprünglich wollte Lukas ein Tuk-Tuk kaufen, entschied sich jedoch schnell für eine umfassende Reise rund um die Welt.
Nach über drei Jahren intensiver Planung, die auch den Umbau eines alten Lkw umfassten, kündigte die Familie ihre Wohnung und beantragte bis Ende 2026 Elternzeit. Die große Reise startete Ende September 2023. Dabei war das erste Ziel, Europa zu verlassen. Die ersten Stationen waren Kroatien, Albanien und Griechenland, bevor sie in die Türkei reisten.
Ein unvergessliches Erlebnis über Kappadokien
Ein besonderes Highlight der Reise war die Heißluftballonfahrt über Kappadokien in der Türkei. Der Flug begann in den frühen Morgenstunden, noch vor Sonnenaufgang, und die Familie wurde direkt von ihrem Hotel zum Startpunkt gebracht. Dort trafen sie den Piloten und genossen ein kleines Frühstück, während der Ballon vorbereitet wurde.
Die Ballonfahrt bot atemberaubende Ausblicke auf die malerische Landschaft und die beeindruckenden Vulkangesteinsformationen der Region. Während des Flugs konnten die Reisenden das eindrucksvolle Naturschauspiel des Sonnenaufgangs erleben. Nach der Landung wurden sie mit einem Glas Sekt gefeiert, bevor es zurück zum Hotel ging. Diese besondere Erfahrung war nicht nur ein Abenteuer, sondern auch eine Möglichkeit, für kurze Zeit der Alltagsroutine zu entfliehen.
Abenteuer abseits der Touristenpfade
Die Familie hat es sich zur Aufgabe gemacht, abseits der typischen Touristenorte zu reisen und unerschlossene Länder wie Kirgisistan, Kasachstan und die Mongolei zu besuchen. Sie berichten von der außergewöhnlichen Gastfreundschaft, die ihnen insbesondere im Umgang mit Kindern entgegengebracht wird. Dennoch verlief die Reise nicht immer reibungslos. Es gab technische Probleme mit dem Fahrzeug, die oft nur mit Hilfe von Einheimischen behoben werden konnten.
Bürokratische Hürden, insbesondere in China, erschwerten das Reisen mit dem eigenen Fahrzeug, was zusätzliche Planungen erforderte. Zudem gestaltet sich das Zusammenleben auf lediglich zehn Quadratmetern als herausfordernd, besonders an Regentagen, wo der Platz schnell eng wird. Trotz dieser Schwierigkeiten hat sich die Familie gut vorbereitet, einschließlich Erste-Hilfe-Kursen und notwendigen Impfungen.
Auf ihrem Weg haben sie auch einen Onkel in Thailand besucht und sind nun auf dem Rückweg nach Deutschland. Im Herbst 2026, wenn die Zwillinge in den Kindergarten gehen sollen, plant das Paar, zu seinen Jobs zurückzukehren und den Alltag in Schwebheim wieder aufzunehmen. Diese Reise ist mehr als nur ein Abenteuer; sie ist eine umfassende Erfahrung, die die Familie zusammenschweißt und ihren Horizont erweitert.