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Freitag, 28. März 2025

Schließung der Bereitschaftspraxis in Bad Saulgau: Was nun für Patienten?

Ärztliche Bereitschaftspraxis in Biberach bleibt an Wochenenden geöffnet; Schließung in Bad Saulgau ab 31. März 2025.

Häfele in der Krise: 90 Stellenabbau und ein Prestigeprojekt in Gefahr!

Häfele in Nagold plant Arbeitsplatzabbau und neues Bauprojekt, während die Gewerkschaft Verdi Vorwürfe erhebt.

Flößerei im Frankenwald: Tradition lebt dank neuer Genehmigung!

Landrat Löffler sichert Flößerei in Wallenfels bis 2037. Tradition, Kultur und Geschichte des Frankenwalds bleiben lebendig.

Schützenverein Winterlust blickt auf erfolgreiche Jahresversammlung zurück!

Am 25. März 2025 fand im Sportheim Straß die Generalversammlung des Schützenvereins Winterlust Straß statt. Rund 35 Mitglieder nahmen an der Versammlung teil, in deren Rahmen unter anderem das Totengedenken und der Bericht von Schützenmeister Klaus Hutter abgehalten wurden. Hutter informierte über die Veranstaltungen des Vorjahres, darunter das Radlerfest in Burgheim und das Dorffest. Der Schützenverein hat kürzlich umfangreiche Umbauarbeiten im Obergeschoss des Sportheims abgeschlossen, bei denen etwa 1000 Arbeitsstunden geleistet wurden.

Ein besonderes Highlight der Versammlung war das angekündigte Gründungsjubiläum des Vereins mit einer Standeinweihung, die am 28. und 29. Juni 2024 stattfinden soll. Zudem wurde den Vereinswirten Herry Bösel und seinem Team für die hervorragende familiäre Betreuung der Mitglieder gedankt. Eine Ehrenmitgliedschaft wurde an Albert Heidl verliehen, der seit 1977 Mitglied im Verein ist und in verschiedenen Funktionen, unter anderem 16 Jahre als stellvertretender Schützenmeister, aktiv gewesen war.

Aktuelle Entwicklungen und Ehrungen

Sportleiter Markus Ringer berichtete über den Rundenwettkampf für die Saison 2024/25, bei dem drei Mannschaften im Luftgewehr- und zwei im Luftpistolenbereich antreten werden. Der Burgheimer Gemeindepokal 2025 wird während der Osterwoche in Straß ausgetragen. Jugendleiter Marius Wünsch stellte die Nachwuchsschützen des Vereins vor und lobte deren Fleiß im Training.

Der Schützenverein zählt derzeit 119 Mitglieder, darunter sechs Neuaufnahmen und einen Austritt. Das längste Mitglied, Josef Fieger, ist seit 67 Jahren im Verein aktiv, während Anni Lindauer mit 90 Jahren das älteste Mitglied darstellt. Im Gegensatz dazu ist Florian Sappler mit seinen erst zwei Jahren das jüngste Mitglied. Kassier Martin Beltz stellte zudem die soliden Finanzen des Vereins dar, die durch hohe Ausgaben im Jahr 2023/2024 aufgrund von Spenden abgedeckt wurden.

Im Rahmen der Versammlung wurden außerdem die Schützenketten an die aktuellen Könige übergeben und verschiedene Ehrungen ausgesprochen. Kevin Striegl wurde für zehn Jahre Mitgliedschaft mit einer bronzenen Auszeichnung geehrt, während Paula Appel für 15 Jahre die silberne Auszeichnung erhielt. Irene und Karl Artner, Petra Fahrmayr, Gerti Leidl sowie Leonhard Marschall wurden für 40 Jahre Mitgliedschaft mit einer silbernen Auszeichnung mit Kranz geehrt. Adolf Appel erhielt für 50 Jahre die goldene Auszeichnung mit Kranz, während Albert Heidl mit der goldenen Anstecknadel als Ehrenmitglied ausgezeichnet wurde.

Ein Blick auf die Geschichte der Schützenvereine

Der Schützenverein hat eine lange Geschichte, die bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückreicht. Nach den napoleonischen Kriegen entstanden in Deutschland zahlreiche Schützenvereine, die oft von Kriegsveteranen gegründet wurden, darunter auch solche aus dem Lützowschen Freikorps. Diese Vereine hatten nicht nur sportliche, sondern auch gesellschaftliche und politische Funktionen.

Mit der Zeit mussten sich die Schützenvereine, insbesondere im Zusammenhang mit dem Aufstieg autoritärer Regime und Weltkriegen, anpassen. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Vereine von den Alliierten verboten, jedoch in den 1950er-Jahren wieder belebt. Heute sind sie als Sportvereine organisiert und gehören dem Deutschen Schützenbund an, der die sportlichen Aktivitäten nach geltendem Waffengesetz reguliert.

Schützenvereine haben sich inzwischen von ihrer ursprünglichen militärischen Funktion distanziert und sich stärker auf den Breitensport konzentriert. In Bayern gibt es ein dichtes Netz von Schützenvereinen, darunter auch „Königlich Privilegierte Schützengesellschaften“, die das traditionelle Schützenwesen pflegen und fördern.

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