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Samstag, 5. April 2025

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Rückbau der bayerischen Atomkraftwerke: Ein Ende in Sicht?

Der Rückbau der bayerischen Atomkraftwerke schreitet zügig voran. Wie antenne.de berichtet, wird derzeit die Demontage der Hauptkühlmittelpumpen bei Isar 2 vorgenommen. Dieser Meiler wurde im Frühjahr 2023 abgeschaltet und wird voraussichtlich bis zum Jahr 2037 zurückgebaut. Auch Isar 1, der 2011 vom Netz ging, befindet sich im gleichen zeitlichen Rahmen des Rückbaus. Die gesamte Dekontamination einer kerntechnischen Anlage kann etwa 15 bis 20 Jahre in Anspruch nehmen.

Zusätzlich müssen alle nuklearen Systeme ausgebaut und die künstlichen Radionuklide entfernt werden. Die ersten Schritte zur Dekontamination der Kreisläufe von Isar 2 wurden bereits im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen. Experten weisen jedoch darauf hin, dass eine Wiederinbetriebnahme des Kraftwerks aufgrund von Schäden an den Leitungen als unmöglich angesehen werden könnte. Gegenwärtig sind nur noch 220 von ursprünglich 450 Mitarbeitern bei Isar 2 beschäftigt.

Politische Meinungen und der Weg zur Wiederinbetriebnahme

Die politische Debatte über die Zukunft der Atomkraft in Bayern ist hitzig. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte vor der Bundestagswahl eine Reaktivierung der stillgelegten Atomkraftwerke gefordert. In einer aktuellen Wendung unterstützt auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) diese Forderung. Söder sieht die Wiederinbetriebnahme für dieses und nächstes Jahr als möglich, warnt jedoch, dass Verzögerungen die Kosten erheblich erhöhen könnten. Das Thema ist jedoch umstritten, insbesondere in den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD, wo es keine Einigung zur Kernenergie gibt.

Betreiber Preussen Elektra hat den Rückbau von Isar 2 bereits begonnen und sieht die Möglichkeit einer Wiederinbetriebnahme nicht mehr als realistisch an. Die SPD hingegen kritisiert die Söder-Regierung und fordert mehr Ehrlichkeit in der Atom-Debatte, da die Partei der Überzeugung ist, dass die Atomkraft in Deutschland beendet ist.

Logistische Herausforderungen des Rückbaus

Der Rückbau von Isar 2 und anderer bayerischer Atomkraftwerke, wie Grafenrheinfeld und Gundremmingen, ist bereits weit fortgeschritten. Laut br.de umfasst die erforderliche To-do-Liste für die mögliche Wiederinbetriebnahme von Isar 2 unter anderem das Stoppen des Rückbaus, die Suche nach einem neuen Betreiber und die Wiederherstellung demontierter Teile. Wesentliche Komponenten wie die Hauptkühlmittelpumpen und Dampfleitungen sind bereits entfernt worden. Es wird geschätzt, dass die Kosten für die Wiederbeschaffung und den Austausch dieser Teile mehrere hundert Millionen bis zu einer Milliarde Euro betragen könnten.

Zusätzlich zu den finanziellen Aspekten gibt es auch technische Herausforderungen. Der Rückbau umfasst Mülltrennung und die Dekontamination betroffener Flächen, wobei strenge Kontrollen zur Radioaktivität für alle Materialien, die das Kraftwerk verlassen, notwendig sind. Es bestehen enge Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und der Industrie, um neue Technologien zu entwickeln, die den Rückbau effektiver gestalten sollen. So arbeitet das KIT an Optimierungen, die beispielsweise die Trennung von radioaktiven Metallspänen vom Wasser ermöglichen.

Die Sprengung der Kühltürme in Gundremmingen ist für dieses Jahr geplant und wird einen weiteren Schritt im Rückbauprozess markieren. In der Gesamtheit stellt der Umgang mit radioaktiven Abfällen weiterhin eine der größten Herausforderungen dar, wobei der Schacht Konrad bei Salzgitter als zukünftiges Endlager vorgesehen ist.

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