Der baden-württembergische CDU-Vorsitzende Manuel Hagel hat am 29. März 2025 auf einer Parteiveranstaltung in Friedrichshafen seine Ambitionen für die Landtagswahl im Jahr 2026 bekanntgegeben. Mit der Entscheidung, als Spitzenkandidat anzutreten, setzt Hagel einen klaren Kurs: Er möchte die Nachfolge von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) antreten, der angekündigt hat, nicht mehr zur Wahl anzutreten.
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg ist für den 8. März 2026 angesetzt. Die CDU hofft, mit Hagel an der Spitze, ihre Chancen beim Wähler zu verbessern. Aktuelle Umfragen zeigen die CDU mit 33 Prozent, was einen Vorsprung von etwa zehn Punkten vor den Grünen bedeutet, die bei 22 Prozent liegen. Für die Union ist es entscheidend, die 15-jährige Regierungszeit der Grünen zu beenden und die Villa Reitzenstein in Stuttgart zurückzuerobern, wie SWR berichtet.
Wahlkampfstrategien und Herausforderungen
Hagel, der 36 Jahre alt ist, hat eine steile Karriere innerhalb der CDU durchlaufen. Er war Generalsekretär mit nur 28 Jahren und wurde mit 33 Fraktionschef. Nun hat er die Rolle des Landesparteichefs inne, was ihn in eine zentrale Position für den Wahlkampf rückt. Als Hauptgegner wird voraussichtlich Cem Özdemir von den Grünen erwartet, der als Bundeslandwirtschaftsminister auch über bundespolitische Erfahrung verfügt.
Ein weiteres Thema, das im kommenden Wahlkampf eine Rolle spielen wird, ist die Wahrnehmung Hagels. Während er als konservativ gilt, zeigt er flexible Positionen, beispielsweise bezüglich der Schuldenbremse. Hagel wird als Vertreter des ländlichen Raums gesehen, bemüht sich jedoch gleichzeitig, eine Verbindung zu städtischen Wählern herzustellen. Zudem ist er heimatverbunden und Vater von drei kleinen Kindern, was ihm zusätzliche Sympathiepunkte einbringen könnte.
Aktuelle Stimmungslage und Koalitionsverhandlungen
Die CDU hofft zudem auf Rückenwind von der Bundespolitik, insbesondere von Friedrich Merz. Allerdings gibt es Unruhe aufgrund der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD in Berlin, die sich direkt auf den Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg auswirken können. Ein wachsender Gegner ist die AfD, die in ländlichen Regionen an Einfluss gewinnt und zuletzt einen Zuwachs von 2.5 Prozent verzeichnete.
Die CDU hat im aktuellen Wahltrend 31,3 Prozent, während die Grünen bei 20,3 Prozent liegen. Die Wahl am 8. März 2026 wird entscheidend sein, da die CDU mit einer Mehrheit von 61 von 120 Sitzen im Parlament reüssieren muss. Den Herausforderungen des Wahlkampfes wird Hagel mit einer klaren Strategie begegnen müssen, um die Wähler von seinen Plänen zu überzeugen und die politische Landschaft in Baden-Württemberg neu zu gestalten, wie politpro zusammenfasst.