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Sonntag, 6. April 2025

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Feierliches Jubiläum: Maria Ubaro-Khachab wird 80 Jahre alt!

Am 1. April 2025 feierte Maria Ubaro-Khachab, geborene Holzner, ihren 85. Geburtstag. Der festliche Anlass wurde von der gesamten Siedlung gebührend gefeiert, nachdem eine geplante Feier vor fünf Jahren aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Bürgermeister Franz Aster überbrachte die Glückwünsche der Marktgemeinde, während Bettina Schanz im Namen des KDFB gratulierte. Maria, die ursprünglich aus Saalfelden, Österreich, stammt, blickt auf ein bewegtes Leben zurück.

Maria wurde 1940 in Saalfelden geboren und kam mit nur sechs Jahren in das Kinderheim St. Josef in Traunstein, wo sie ihre Grundschule absolvierte. Dieses Heim, das 1894 von den Mallersdorfer Schwestern gegründet wurde, bietet seit über einem Jahrhundert jungen Menschen ein Zuhause. Karl-Heinz Oberhuber, der seit 28 Jahren in der Einrichtung tätig ist, hat das Heim seit 2000 als Leiter geprägt. Heute leben dort 185 Kinder und Jugendliche, die von 70 Mitarbeitern betreut werden. Das Heim hat sich über die Jahre hinweg modernisiert und engagiert sich, den Kindern eine familiäre Atmosphäre zu bieten, wie es schon in den 1960er Jahren der Fall war.

Der Weg ins Berufsleben

Nach ihrer Zeit im Kinderheim zog Maria mit zwölf Jahren zu ihrem Vater nach München. Sie strebte eine Ausbildung zur Friseurin an, die sie jedoch aufgrund einer schweren Allergie abbrechen musste. Anschließend fand sie eine Anstellung im Krankenhaus in Schwabing, wo sie bis zu ihrem Rentenalter im Archiv tätig war. Maria Ubaro-Khachab war dreimal verheiratet und hat insgesamt sechs Kinder, darunter einen Sohn, den sie bis zu seinem 12. Lebensjahr aufgezogen hat. Ihre Familie umfasst zehn Enkel und vier Urenkel.

Das Kinderheim, in dem Maria ihre Kindheit verbrachte, hat sich im Laufe der Jahre stark verändert. Ursprünglich als „Asyl für arme Kinder“ gegründet, diente es während des Krieges sogar als Lazarett. Nach dem Krieg kehrten 1946 die ersten Kinder zurück. Das Heim ist heute keine Einrichtung für Inobhutnahmen mehr, sondern bietet eine Vielzahl von Betreuungsmöglichkeiten, wie Krippen- und Kindergartenplätze sowie Plätze für heilpädagogische Betreuung.

Persönliche Interessen und Lebensfreude

Maria hat das Glück, in einer neuen Siedlung zu wohnen, die ihre Tochter Cäcilia 2019 in München baute. In ihrer Freizeit widmet sie sich leidenschaftlich dem Stricken, Basteln mit Kindern und Fotografieren. Früher war sie oft in den Bergen wandern, obwohl sie zunächst zögerte, nach Niederbayern zu ziehen. Eine nahe Verwandte in Moosfürth half ihr schließlich, eine geeignete Wohnung zu finden.

Der 80. Geburtstag wurde mit einer großen Feier gefeiert, die die Nachbarschaft zusammenbrachte und die Lebensgeschichte einer bemerkenswerten Frau würdigte. Marias Lebensweg selbst ist ein Spiegelbild der Entwicklungen in der Heimerziehung in Deutschland, die von ihrem Ursprung in der Armenfürsorge des Mittelalters bis zu modernen Betreuungsformen führt. In den letzten Jahrzehnten gab es bedeutende Fortschritte, jedoch auch erhebliche Missstände, die aufgearbeitet werden mussten, wie die Erfahrungen von Maria zeigen.

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