Der 6. April 2025 wird für die SpVgg Bayreuth ein denkwürdiger Tag bleiben. Mit einem souveränen 4:1-Sieg gegen Türkgücü München in der Regionalliga Bayern festigte die Mannschaft unter Trainer Timo Rost ihre Spitzenposition und sicherte sich den Aufstieg in die 3. Liga. Dies bedeutet die Rückkehr in den Profifußball nach 32 Jahren, seit dem letzten Abstieg aus der zweiten Liga im Jahr 1990, berichtet Wiesentbote.
Nach einer enttäuschenden 1:3-Heimniederlage gegen DJK Vilzing trat Bayreuth gegen Türkgücü an, trotz der Abwesenheit von verletzten Spielern wie Patrick Scheder und Jann George sowie gesperrten Akteuren wie Jannick Graf und Marco Zietsch. Dies hinderte die Mannschaft jedoch nicht daran, von Beginn an Druck auszuüben und Chancen zu kreieren.
Spannung und Torspektakel
Die erste nennenswerte Chance der Partie hatte Christoph Fenninger in der 11. Minute, doch sein Schuss zischte am Gehäuse vorbei. In der 17. Minute war es dann so weit: Fenninger erzielte das 1:0 für Bayreuth. Türkgücü hatte zwar in der 27. Minute mit einem Schuss von Ünal Tosun die Möglichkeit auszugleichen, dieser ging jedoch über das Tor.
Ein Foul an Marco Stefandl resultierte in einem Elfmeter, den Nicolas Andermatt in der 38. Minute souverän verwandelte. Mit einem 2:0 für Bayreuth ging es in die Halbzeitpause. Im zweiten Durchgang setzte Bayreuth seinen Dominanzkurs fort und Dennis Lippert erhöhte in der 54. Minute auf 3:0. Amar Cekic gelang zwar in der 63. Minute der Anschlusstreffer für Türkgücü, doch Yannick Frey stellte in der 74. Minute den alten Abstand mit dem 4:1 wieder her.
Felix Heim vergab in der 85. Minute die Möglichkeit, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten, doch der Endstand von 4:1 war bereits besiegelt. Damit liegt Bayreuth nach 27 Spielen mit 49 Punkten auf dem zweiten Platz der Tabelle, während der FC Schweinfurt 05 parallel gegen SpVgg Ansbach verlor.
Aufstieg und Zukunftsperspektiven
Mit dem Sieg hat Bayreuth nicht nur den Aufstieg in die 3. Liga gesichert, sondern auch den Titel des Meisters der Regionalliga Bayern errungen, der sie berechtigt, an der ersten Runde des DFB-Pokals teilzunehmen. Trainer Timo Rost, der in der Vergangenheit auch Bundesliga-Profi war, äußerte sich stolz über die überragende Saison seiner Mannschaft. Während seine Zukunft oft mit einem Wechsel zu Aue in Verbindung gebracht wurde, hat Rost nun die Chance, mit Bayreuth in der 3. Liga durchzustarten, wie Transfermarkt berichtet.
Der Aufstieg ist auch im Kontext der Veränderungen des DFB zu sehen, die seit 2019 in Kraft sind. Der DFB-Bundestag beschloss, die Aufstiegsregelungen von der Regionalliga zur 3. Liga anzupassen, um die Verteilung der Aufstiegsplätze zu reformieren. Seit dieser Anpassung steigen die Meister der Regionalligen unterschiedlich auf, was für Bayreuth nun die Rückkehr in den Profifußball ermöglicht hat. Die Details zur Struktur und den Aufstiegsmöglichkeiten sind auf dfb.de zu finden.
Am kommenden Samstag trifft die SpVgg Bayreuth um 14 Uhr auf Viktoria Aschaffenburg, um den Aufstieg gebührend zu feiern. Die Unterstützer der Mannschaft dürfen sich auf ein spannendes Saisonende freuen, während die Spieler weiterhin auf dem Weg in eine neue Ära des Profifußballs sind.