Inmitten der aktuellen Herausforderungen im Bankensektor hat der Betriebsratschef der Commerzbank, Sascha Uebel, am 28. Februar 2025 seinen Widerstand gegen die Übernahmepläne der italienischen Unicredit angekündigt. Uebel plant, Unicredit-Chef Andrea Orcel bei den Verhandlungen erhebliche Schwierigkeiten zu bereiten, während Unicredit offiziell den Einstieg in die Commerzbank anstrebt und aktuelle Prüfungen durch das Bundeskartellamt sowie die Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank stattfinden.ZVW berichtet, dass …
Unicredit hat derzeit rund 28 Prozent der Anteile an der Commerzbank gesichert, jedoch kein offizielles Übernahmeangebot vorgelegt. Der Betriebsrat der Commerzbank ist stark gegen die Übernahme und fürchtet, dass die Übernahme negative Folgen für die Mitarbeiter und die Unternehmensstruktur haben könnte. Uebel äußerte, dass etwaige betriebsbedingte Kündigungen durch einen bestehenden Transformationsvertrag nahezu ausgeschlossen seien, der bis Ende Juni 2028 gilt. Der Vertrag sieht zudem vor, dass Vorruhestandsregelungen nicht auf maximal 300.000 Euro gedeckelt sind, was mit einem durchschnittlichen Kostenpunkt von 380.000 Euro pro Vorruhestand für die Commerzbank zu Buche schlägt.Süddeutsche.de hebt hervor, dass …
Der Kampf um die Übernahme
Unicredit strebt eine vollständige Übernahme der Commerzbank an und hat signifikante Fortschritte gemacht, besonders seitdem sie im Jahr 2024 in die Commerzbank eingestiegen ist. Orcel hat in den vergangenen zwei bis drei Jahren Gespräche mit deutschen Institutionen und dem Management der Commerzbank geführt, doch die Commerzbank bestreitet, dass ein ernstzunehmender Austausch über eine mögliche Fusion stattgefunden hat. Die Commerzbank bezeichnet das Vorgehen von Unicredit als feindlich und wehrt sich mit allen Kräften gegen eine Übernahme.Gemäß Commerzbank.de …
Ein zentrales Thema in den Verhandlungen sind die Stellungnahmen der Bundesregierung sowie von Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz, die sich ebenfalls gegen eine Übernahme ausgesprochen haben. Unicredit-Chef Orcel äußerte zudem Kritik an der Commerzbank-Führung, insbesondere hinsichtlich deren Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern und Aktionären. Angesichts der bevorstehenden Hauptversammlung der Commerzbank am 15. Mai wird die Notwendigkeit eines Sozialplans und eines Interessenausgleichs betont, welcher bis zu diesem Termin stehen soll.
Strategien und Marktentwicklung
Uebel erwartet, dass die Verhandlungen über den Stellenabbau bis Ende des Jahres 2025 abgeschlossen sein werden, während die Commerzbank plant, 3.900 Stellen abzubauen, um profitabler zu werden. Eine aktuelle Maßnahme sind sogenannte Sprinterprämien von 50.000 Euro, die Beschäftigten angeboten werden, die eine Altersteilzeit bis Jahresende annehmen. Das Ziel ist, mit maximal 400 Aufhebungsverträgen auszukommen, um den Personalabbau zu steuern.Dies berichtet ZVW.
Während Unicredit frühere Anteilsverkäufe seitens des Bundes nutzte, um seine Position zu stärken, sieht Commerzbank-Chef Weidmann Herausforderungen in der Frage der Nachhaltigkeit einer feindlichen Übernahme im Bankensektor. Weidmann skeptisch gegenüber der Konsolidierungsdebatte und hebt hervor, dass Vertrauen für eine freundliche Übernahme nur schwer geschaffen werden kann.Entsprechend sieht die Süddeutsche.de die Entwicklung …
Marktanalyse und strategische Neuausrichtungen könnten entscheidend sein, um die Wettbewerbsfähigkeit der Commerzbank im europäischen Kontext zu sichern. Weidmann fordert zudem eine Vollendung der Bankenunion und eine angemessene Kapitalunterlegung für Staatsanleihen in Bankbilanzen als Grundpfeiler für eine stabilere Zukunft der deutschen Finanzlandschaft.