In der deutschen Altenpflege sind die Herausforderungen kaum zu übersehen. Laut den aktuellen Berichten von Pressebox, ist der Fachkräftemangel eine zentrale Problematik, die viele Pflegeeinrichtungen betrifft. Petra Behrens leitet das Seniorenpflegeheim Sonne Post im Schwarzwald und ist sich dieser Herausforderung bewusst. Seit der Eröffnung ihrer Einrichtung im Jahr 2010 kümmert sie sich um die umfassende Verwaltung, Pflege, Hauswirtschaft und Haustechnik von insgesamt 88 Bewohnerinnen und Bewohnern.
Behrens setzt auf ein angenehmes Umfeld, sowohl für die Mitarbeitenden als auch für die pflegebedürftigen Menschen. Sie ist Teil der Unternehmensgruppe Burchard Führer, die aus 44 Pflegeeinrichtungen besteht, und verbindet regionale Verwurzelung mit professionellen Strukturen. Vincent Renken, Prokurist der Gruppe, sieht Technologie als Schlüssel zur Verbesserung des Arbeitsalltags. Hierbei wird unter anderem die Zusammenarbeit mit MEIKO hervorgehoben, die über ein Jahrzehnt besteht und moderne Lösungen wie Steckbeckenspüler proaktive integrieren.
Wachsende Nachfrage und forscher Fachkräftemangel
Der Fachkräftemangel in der Pflege hat mittlerweile alarmierende Ausmaße angenommen. Laut dem Deutschlandfunk sind im Jahr 2022 rund 361.000 Pflegebedürftige mehr geworden, und bis zum Jahr 2040 wird mit einem Anstieg auf etwa sechs Millionen Pflegebedürftige gerechnet. Dies stellt die verfügbaren Ressourcen der Pflegeeinrichtungen vor immer größere Herausforderungen. Der Minister für Gesundheit, Karl Lauterbach, hält eine dringend notwendige Reform für geboten, sieht jedoch gegenwärtig keine Möglichkeit der Umsetzung.
Aktuell können vier von fünf Pflegeeinrichtungen ihr Leistungsangebot aufgrund von Personalmangel nicht vollständig aufrechterhalten. Eine Umfrage zeigt, dass 72% der Pflegeheime nicht alle erforderlichen Dienstleistungen bieten können, und 89% der ambulanten Dienste neue Kunden ablehnen. Diese Entwicklungen könnten die Zukunft der Pflege nachhaltig beeinflussen, da die Kosten für Pflegeleistungen tendenziell ansteigen und finanzieller Druck auf die Pflegekassen und die Gesellschaft wächst.
Technologie als Lösungskonzept
In Anbetracht dieser Herausforderungen betont Vincent Renken die Notwendigkeit, moderne und komfortable Arbeitsplätze zu schaffen. Hier kommt die Technologie ins Spiel. Innovative Ansätze, wie die Nutzung von Steckbeckenspülern, verbessern nicht nur die Hygiene, sondern entlasten auch das Personal in der Küche erheblich. Diese Fortschritte unterstützen die Pflegeeinrichtungen, um sowohl ihre Dienstleistungen aufrechtzuerhalten als auch um zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.
Die Prognosen sind besorgniserregend. Bis 2049 wird der Bedarf an Pflegekräften nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes um ein Drittel auf 2,15 Millionen steigen. Gleichzeitig wird ein Fehlbestand zwischen 280.000 und 690.000 Pflegekräften bis 2049 erwartet. Die demografische Entwicklung spricht eine klare Sprache; in den kommenden Jahren wird die große Babyboomer-Generation in Rente gehen und damit eine erhebliche Lücke im Pflegepersonal hinterlassen.
Die alten und neuen Herausforderungen in der Pflege erfordern schnelles Handeln. Lösungen müssen dabei sowohl technologischer als auch organisatorischer Natur sein, um die Attraktivität des Pflegeberufs zu steigern und die notwendigen Ressourcen effizient einzusetzen. Die Zukunft der Pflege steht auf dem Spiel, und es bleibt zu hoffen, dass die Initiativen und Technologien zur Verbesserung des Sektors fruchten.