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Donnerstag, 27. Februar 2025

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Reißinsel am Rhein: Naturjuwel öffnet im Juli nach Brutzeit!

Die Reißinsel, eine der letzten natürlich vorkommenden Rheinauen im Oberrheingebiet, steht ab dem 1. März bis einschließlich Juni unter Schutz. Diese wichtige Maßnahme dient dem Schutz brütender Vögel und soll sicherstellen, dass die vielfältigen Tier- und Pflanzenarten, die dort leben, nicht gestört werden. Ab dem 1. Juli wird die Reißinsel wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein, wie mrn-news.de berichtet.

Besucher sind aufgefordert, strikt die Wege nicht zu verlassen und keine Hunde oder Fahrräder ins Schutzgebiet mitzunehmen. Die Reißinsel ist nicht nur ein beliebter Ausflugsort, sondern auch eine bedeutende ökologische Zone. Die Vegetationszeit erstreckt sich vom 1. März bis 30. September, während der gemäß Paragraf 39 des Bundesnaturschutzgesetzes das Abschneiden oder die Beseitigung lebender Zäune, Hecken und Gehölze untersagt ist. Lediglich schonende Form- und Pflegeschnitte, die der Gesunderhaltung der Pflanzen dienen, sind erlaubt.

Die historische Bedeutung der Reißinsel

Im Süden von Mannheim gelegen, ist die Reißinsel ein Überbleibsel der Rheinaue aus der Zeit vor der Begradigung und Schiffbarmachung des Rheins. Ursprünglich als Fasaneninsel bekannt, wurde die Insel 1881 von dem Mannheimer Bankier Carl Reiß erworben. Nachdem er den natürlichen Wert der Insel erkannte, entschloss er sich, sie zu schützen, anstatt eine Ziegelei zu errichten. 1914 vermachte Reiß die Insel an die Stadt Mannheim, die sie 1915 in Reißinsel umbenannte. Spätestens seit 1935 steht die Insel durch einen Ministeriumserlass unter Naturschutz und wurde 1950 gesetzlich verordnet. Die wildniseuropa.blogspot.com informiert darüber, dass die Fläche des Naturschutzgebiets 1983 auf 100 Hektar erweitert wurde und ein Teil der Reißinsel 1982 als Bannwald ausgewiesen wurde.

Besondere Biotope sind auf der Reißinsel vorzufinden, wie die Hartholzaue und die Altwässer mit ihrer Schilfzone. Diese Bereiche sind gemäß § 32 des Naturschutzgesetzes von Baden-Württemberg speziell geschützt.

Besucherinformation und Zugänglichkeit

Die Reißinsel ist über die Straßenbahnlinie 3 vom Hauptbahnhof Mannheim bis zur Endhaltestelle Rheingoldhalle zu erreichen. Von dort sind es etwa 1,5 Kilometer bis zum Eingang der Reißinsel, der als „Kuckucksinsel“ bekannt ist und mit einer Informationstafel zum Naturschutzgebiet ausgestattet ist. Besucher finden dort einen Rundweg und einige Einrichtungen, darunter einen kleinen Pavillon sowie ausgewiesene Streuobstwiesen.

Durch die konsequente Schutzmaßnahmen wird nicht nur eine Vielzahl an Vogelarten während der Brutzeit geschützt, sondern auch der Lebensraum für zahlreiche Fledermäuse und Kleinsäuger erhalten. Dies steht im Einklang mit den von der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) definierten Zielen, die eine nachhaltige Bewirtschaftung und Verbesserung der Artenvielfalt entlang des Rheins vorsehen (iksr.org).

Die Maßnahmen zum Schutz der Reißinsel sind nicht nur lokal von Bedeutung, sondern tragen auch zu den langfristigen Zielen der Gewässer- und Artenvielfalt bei, die bis 2040 angestrebt werden. Durch die Erhaltung solcher Biotope setzen wir ein Zeichen für den Naturschutz in einer von Industrie geprägten Region.

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