Der VfB Friedrichshafen, einer der erfolgreichsten Volleyballvereine Deutschlands, blickt auf eine beeindruckende Erfolgsbilanz zurück. Mit 13 deutschen Meistertiteln, 17 Pokalsiegen und drei Supercup-Erfolgen hat der Verein seine Dominanz im deutschen Volleyball seit Jahren unter Beweis gestellt. Besonders stark präsentierte sich die Mannschaft in den letzten Saisons, wo sie seit 2013 ununterbrochen im Play-off-Finale der Volleyball-Bundesliga vertreten ist. Nun steht mit dem Halbfinale gegen die SVG Lüneburg eine entscheidende Phase bevor. Das erste Spiel findet am Samstag, dem 5. April, in der LKH-Arena in Lüneburg um 19 Uhr statt, gefolgt von Spiel 2 in der Spacetech-Arena in Friedrichshafen am Mittwoch um 19 Uhr sowie einem möglichen dritten Spiel in Lüneburg am 12. April um 19 Uhr.
Die Halbfinalserien werden im Best-of-Five-Format ausgetragen, was bedeutet, dass die Mannschaft, die zuerst drei Spiele gewinnt, ins Finale einzieht. In der Hauptrunde der Liga belegte Lüneburg den zweiten Platz, während Friedrichshafen den dritten Rang erreichte. Interessant ist, dass die SVG Lüneburg in den bisherigen Saisonduellen gegen Friedrichshafen erfolgreich war und beide Spiele gewinnen konnte (3:1 und 3:2). Dies stellt die Friedrichshafener vor eine besondere Herausforderung.
Die Ausgangslage
Die SVG Lüneburg wird von vielen als Favorit in die Serie gehen. Geschäftsführer Thilo Späth-Westerholt sieht Lüneburg als leichten Favoriten, was nicht zuletzt an der starken Mannschaftsaufstellung liegt. Lüneburg hat sich mit bewährten Spielern und Erfolgen in der Transferperiode verstärkt. Im Viertelfinale der Champions League schaltete Lüneburg die Berlin Recycling Volleys aus, was das Potenzial der Mannschaft zusätzlich unterstreicht.
Für Friedrichshafen wird es entscheidend sein, den Aufschlagdruck zu erhöhen und alle Spieler in Topform zu bringen. Insbesondere Mittelblocker Jose Masso hat sich im Viertelfinale gegen die SWD Powervolleys Düren ausgezeichnet präsentiert. Auch Außenangreifer Jackson Young und Diagonalspieler Michal Superlak sind gefordert, ihre Stärke im Halbfinale unter Beweis zu stellen.
Vorbereitung und Teamdynamik
Friedrichshafen hat in den letzten zwei Saisons dreimal den dritten Platz belegt, wobei die Entscheidungsspiele zunehmend spannender wurden. Trainer Adam Swaczyna erwartet eine enge Serie, da sich die beiden Teams gut kennen und bereits viele Duelle hinter sich haben. Ein weiteres wichtiges Element ist die Stimmung im Team. Nachdem VfB Friedrichshafen im Viertelfinale gegen die SWD Powervolleys Düren souveräne Leistungen gezeigt hatte, wird der Selbstvertrauen der Spieler auch eine Schlüsselrolle im bevorstehenden Halbfinale spielen.
Ein auffälliger Punkt aus der letzten Begegnung mit Lüneburg war, dass die Mannschaft von Friedrichshafen anfangs Schwierigkeiten hatte. Während Lüneburg den ersten Satz mit einem starken Block gegen Tim Peters gewinnen konnte (20:25), steigerte sich Friedrichshafen im Verlauf des Spiels deutlich. Vor allem Michael Superlak zeigte sich präzise im Angriff, was die Wende im zweiten Satz einleitete. Letztlich triumphierte Friedrichshafen mit einem 3:1-Sieg und zeigte somit, dass sie durchaus in der Lage sind, gegen Lüneburg zu bestehen, wenn auch mit einer Vision auf den Halserfolg.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Halbfinale eine spannende Auseinandersetzung zwischen zwei sehr gut vorbereiteten Teams verspricht. Das erste Aufeinandertreffen in der LKH-Arena wird darüber entscheiden, wie sich die Serie entwickeln wird und ob die Friedrichshafener ihren Platz im Finale erneut behaupten können. Die aktuellen Pläne deuten darauf hin, dass beide Begegnungen ein hohes sportliches Niveau bieten werden, das die Zuschauer mitreißen wird.