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Freitag, 4. April 2025

Bayer Leverkusen vor dem entscheidenden Duell: Meisterschaft in Gefahr!

Heidenheim trifft auf Bayer Leverkusen im entscheidenden Bundesliga-Spiel. Leverkusen kämpft um die Meisterschaft, Heidenheim um den Klassenerhalt.

Insolvenz-Schock: Olchinger Braumanufaktur kämpft ums Überleben!

Die Olchinger Braumanufaktur meldet Insolvenz an, betroffen sind hohe Energiepreise und sinkender Bierabsatz. Details hier.

Lebensmittel retten in Ebersdorf: Neueste Fairteiler-Station eröffnet!

Ebersdorf eröffnet Fairteiler der Foodsharing-Initiative, der Lebensmittel rettet und kostenlos zur Verfügung stellt. Erfahren Sie mehr!

Autokrawall im Maintal: 20-Jähriger vor Gericht für Randale!

Ein 20-jähriger Arbeiter aus dem Maintal musste sich kürzlich vor dem Jugendgericht in Haßfurt verantworten. Er wurde wegen des Abschlagens von zwei Autospiegeln in Knetzgau verurteilt. Jugendrichterin Ursula Redler verhängte am 29. Juni letzten Jahres eine Geldauflage von 1000 Euro, die an eine gemeinnützige Organisation fließen soll. Zudem muss der Angeklagte 350 Euro an einen der Geschädigten zahlen und sich schriftlich entschuldigen. Die Reparaturkosten für den zweiten beschädigten Spiegel hatte er bereits zuvor beglichen.

Der Vorfall ereignete sich, als der Angeklagte, so ist es aus Berichten der Main-Post zu entnehmen, angetrunken war und in einem emotionalen Stresszustand, ausgelöst durch Konflikte mit seiner Freundin. Ein Polizeibeamter berichtete, dass er wegen „Randale am Kriegerdenkmal“ in Knetzgau alarmiert wurde. Bei der Ankunft der Polizei hatten der Angeklagte und ein weiterer Jugendlicher versucht zu fliehen, konnten allerdings schnell gestoppt werden. Der Angeklagte zeigte sich während des Verfahrens uneinsichtig und respektlos gegenüber einem geschädigten Autobesitzer und behauptete, er sei „versehentlich“ an den Außenspiegeln hängen geblieben – eine Erklärung, die durch seine blutunterlaufenen Handknöchel widerlegt wurde.

Hintergrund und Resozialisierung

Der Angeklagte hat eine turbulente Jugend hinter sich, die von mehreren Straftaten geprägt war, darunter tätlicher Angriff, Drogenhandel, Körperverletzung und Sachbeschädigung. Im vergangenen Jahr stellte er jedoch eine positive Wende in seinem Leben fest, indem er in seine alte Heimat zurückkehrte, eine Anstellung in der Landwirtschaft fand und seinen Führerschein erwarb. Außerdem hat er seinen Freundeskreis geändert und trinkt keinen Alkohol mehr.

Das Jugendstrafrecht, wie es im Jugendgerichtsgesetz (JGG) festgelegt ist, berücksichtigt, dass die persönliche Entwicklung von Jugendlichen noch nicht abgeschlossen ist. Jugendliche haben in der Regel nicht die gleiche Verantwortungsreife wie Erwachsene, und das Ziel des Jugendstrafrechts ist die Verhinderung erneuter Straffälligkeit, nicht die Bestrafung. Daher werden im Jugendstrafprozess besondere Bedürfnisse und der Entwicklungsstand der Jugendlichen berücksichtigt.

Das Jugendgerichtظر gestattet eine Vielzahl von Maßnahmen, die von erzieherischen Auflagen bis hin zu Jugendstrafen reichen. Die Richter und Staatsanwälte, die in diesen Verfahren tätig sind, sollten über Kenntnisse in Kriminologie, Pädagogik und Jugendpsychologie verfügen. Die Beteiligung der Jugendgerichtshilfe und die nicht-öffentlichen Verhandlungen bieten zusätzliche Schutzmaßnahmen für Jugendliche.

Resozialisierung ist zentral im deutschen Jugendstrafrecht und umfasst diverse erzieherische Maßnahmen, die darauf abzielen, Jugendlichen zu helfen, einen straffreien Lebensweg einzuschlagen. Diese Maßnahmen werden individuell angepasst, sodass spezifische Bedürfnisse und der Entwicklungsstand des Jugendlichen berücksichtigt werden. Therapeutische Angebote, etwa Gruppen- oder Einzeltherapien, sowie schulische und berufliche Bildung unterstützen die Integration in die Gesellschaft nachhaltig. Ziel ist es, die Ursachen für kriminelles Verhalten zu adressieren und eine positive Entwicklung zu fördern.

Der Staatsanwalt forderte eine Geldauflage von 800 Euro, doch die Richterin sah dies als unzureichend an. Das Urteil ist nun rechtskräftig.

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