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Samstag, 5. April 2025

Gleitschirm-Tragödie in Gingen: Mann stürzt aus 15 Metern Höhe!

Gleitschirmflieger stürzt am 5. April 2025 in Gingen/Göppingen ab. Verletzungen werden untersucht, Unfallursache unklar.

Neues Wirtshaus „Schättere“: Andrea Morales-Corrias bringt frischen Wind!

Andrea Morales-Corrias übernimmt die „Schättere“ in Aalen. Wiedereröffnung am 26. April mit deutscher Küche und neuen Biersorten.

Streit um Windpark bei Böblingen: Wer hat das Sagen in der Region?

Der geplante Windpark bei Böblingen sorgt für politische Auseinandersetzungen und Spannungen zwischen Gemeinden und Parteien.

Insolvenzschock in Uhingen: REHM Schweißtechnik kämpft um Zukunft!

REHM GmbH u. Co. KG Schweißtechnik hat am Amtsgericht Göppingen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Antrag wurde am 1. April 2025 eingereicht und stellt den Beginn eines vorläufigen Insolvenzverfahrens dar. Das Gericht hat Rechtsanwalt Marcus Winkler von der Kanzlei WINKLER & PARTNER zum vorläufigen Verwalter ernannt. Die rund 100 Mitarbeiter des Unternehmens wurden bereits über die Situation informiert und ihre Löhne sowie Gehälter sind vorerst durch Insolvenzgeld abgesichert. Die Belegschaft unterstützt die Stabilitätsmaßnahmen, die Winkler zur Fortführung des Geschäftsbetriebs eingeleitet hat.

REHM, gegründet 1974 in Uhingen, Baden-Württemberg, hat sich zu einem international tätigen Hersteller von Schweißgeräten entwickelt. Das Unternehmen, bekannt für seine innovativen Technologien wie die Stromquellendynamik in den 1980er Jahren, vertreibt seine Produkte weltweit. Aktuell bietet es ein breites Portfolio an Schweißanlagen und Zubehör an, das moderne Invertertechnik und Impulslichtbogen-MIG/MAG-Anlagen umfasst. Das vorläufige Insolvenzverfahren zielt darauf ab, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu analysieren und Sanierungsoptionen zu prüfen.

Stabilisierung des Unternehmens

Marcus Winkler, der als langjähriger Insolvenzverwalter über 20 Jahre Erfahrung in der Restrukturierung hat, wird die wirtschaftliche Lage von REHM in den kommenden Wochen eingehend untersuchen. Winklers Ziel ist es, durch gezielte Sanierungsmaßnahmen das Unternehmen zu erhalten. Gespräche mit wichtigen Beteiligten zur Fortführung des Unternehmens sind bereits geplant. Trotz der Insolvenz soll der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiterlaufen, sodass Kunden weiterhin auf die Produkte und Dienstleistungen zugreifen können.

Die Gründe für den Insolvenzantrag wurden nicht konkret benannt, jedoch deuten die aktuellen Herausforderungen auf hohe Kosten, sinkende Nachfrage und geringe Investitionsbereitschaft hin. REHM ist nicht alleine in dieser schwierigen Lage. Baden-Württemberg ist von einer Insolvenzwelle betroffen, die zahlreiche große und mittelständische Unternehmen erfasst hat. Im ersten Quartal 2024 wurden in der Region insgesamt 624 Unternehmensinsolvenzen beantragt, was einem Anstieg von 34,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht, wie der Statistikdienst BW berichtet.

Diese Entwicklungen verdeutlichen die fragilen wirtschaftlichen Bedingungen, unter denen Unternehmen wie REHM operieren müssen. Der Wettbewerb im Markt und makroökonomische Faktoren könnten weiterhin großen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben. Während die Insolvenz den eineinhalb Jahrzehnte währenden Aufstieg von REHM vorerst unterbrochen hat, bleibt die Möglichkeit, dass sich das Unternehmen durch kluge strategische Entscheidungen und eine zeitnahe Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen wieder stabilisieren kann.

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